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CURIGLIA CON MONTEVIASCO

Monteviasco liegt eingebettet in den Vareser Voralpen auf 930 Metern über dem Meeresspiegel und ist ein charmantes Bergdorf, ein wahres Juwel in der Region Varese

Im malerischen Veddascatal gelegen, besticht diese kleine Stadt durch ihren einzigartigen Charakter, ihre zeitlose Atmosphäre und ihre unberührte Natur.

Eine der Besonderheiten von Monteviasco ist seine Erreichbarkeit: Das Dorf ist nicht mit dem Auto erreichbar, sondern nur zu Fuß über eine lange Treppe mit etwa 1.400 Stufen, die vom Weiler Ponte di Piero ausgeht, oder mit einer Seilbahn, die 1989 eingeweiht wurde, und seit 2018 jedoch nicht mehr in Betrieb ist.

Beim Schlendern durch die engen Kopfsteinpflasterstraßen und Steinhäuser erlebt man eine authentische Atmosphäre fernab vom Massentourismus. Die den Heiligen Martin und Barnabas geweihte Pfarrkirche und die Wallfahrtskirche Madonna della Serta sind zwei der historischen Wahrzeichen der Stadt.

Von hier aus starten auch mehrere Wanderwege, die für Wanderer jeden Niveaus geeignet sind. Dazu gehören die Route zur Alpe Cascinelle und zur Alpe Sassello sowie die Wege zurück ins Tal, eine Alternative zum steinernen Saumpfad.

Monteviasco hat historisch gesehen antike Ursprünge, deren Spuren bis ins Mittelalter zurückreichen. Dennoch hat das kleine Dorf im Veddascatal seine Traditionen bewahrt und zeugt von einer tief in der Region verwurzelten Gemeinschaft – umso mehr nach dem tragischen Unfall, der die Seilbahn lahmlegte und die Isolation des Ortes noch verstärkte.

CURIGLIA UND DIE WANDBILDER VON RAVO

Im Dorf Curiglia trifft die Kunst Caravaggios auf Straßenkunst dank des im November 2023 geschaffenen Werks des international bekannten Künstlers Andrea Ravo Mattoni.

An der Außenwand der Sakristei der Pfarrkirche befindet sich eine außergewöhnliche Reproduktion der "Anbetung der Hirten", ein berühmtes Gemälde des Meisters aus dem 17. Jahrhundert.

Die Idee zu diesem Wandgemälde entstand aus dem Wunsch von Don Giorgio Ferrario, dem verstorbenen Pfarrer von Curiglia, der von einem anderen, von Caravaggio inspirierten Werk von Ravo Mattonis, "Die Gefangennahme Christi", tief bewegt war. Er ahnte nicht, dass den Künstler bereits eine tiefe Verbundenheit mit Curiglia verband: In den 1970er Jahren hatten Ravo Mattonis Eltern – der Maler Carlo und die Musikerin Verena – beschlossen, im nahegelegenen Weiler Piero zu leben. Genau diese Orte, eingebettet in die Natur und Ruhe des Tals, inspirierten den Künstler seit seiner Kindheit und entwickelten eine tiefe emotionale Bindung zu diesem unberührten Winkel im oberen Varese-Gebiet.

Heute ist das Wandbild viel mehr als nur ein Kunstwerk: Es ist eine Hommage an eine Gemeinde, eine Region und die Erinnerung an diejenigen, die ihre Identität liebevoll bewahrt haben. Ein Besuch bedeutet zu entdecken, wie die zeitgenössische Sprache der Straßenkunst mit den großen Gemälden der Vergangenheit in Dialog treten und das kulturelle Erbe eines Tals bereichern kann, das Natur, Geschichte und Schönheit vereint.