
DAS BEMALTE DORF VON ARCUMEGGIA
Mehr als 150 Fresken aus den 1950er Jahren an den Außenwänden der Häuser machen es zu einem Ort zum Entdecken, der sich in den Gassen und Höfen verliert
Im Herzen des Valcuvia, drei Kilometer von Casalzuigno entfernt und auf einer Höhe von etwa 560 Metern, liegt Arcumeggia: ein kleines Juwel der Geschichte, Kunst und Tradition, das den Charme seines mittelalterlichen Zentrums mit gepflasterten Gassen und Steinhäusern mit Blick auf bezaubernde Innenhöfe bewahrt.
Seine Ursprünge gehen auf die Römerzeit zurück. Laut Studien, die in der Zeitschrift "Eco di Arcumeggia" (1932) gesammelt wurden, leitet sich der Name tatsächlich ab von Arx-Medien oder Arc-Medien. Er sich auf eine Festung bezieht, die an einer strategischen Stelle zwischen den Tälern und dem Lago Maggiore errichtet wurde.
In den 1950er Jahren verwandelte sich das Dorf dank eines innovativen Projekts des Provinztourismus zur Bekämpfung der Abwanderung in eine "Freilichtgalerie": National und international bekannte Künstler – darunter Monachesi, Sassu, Migneco, Brindisi und viele andere – wurden eingeladen, die Fassaden der Häuser mit Fresken zu bemalen. Begleitet wurde das Projekt von Freskokursen, Ausstellungen und kulturellen Initiativen, die sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt haben. Heute stellt das "gemalte Dorf" mit über 150 Wandgemälden ein einzigartiges Freilichtmuseum dar.
Doch Arcumeggia ist mehr als nur Kunst. Es ist ein Ort, der von alten ländlichen Traditionen geprägt ist, wo Natur und Architektur harmonisch zusammenleben und lokale Aromen, Geschichte und Gastfreundschaft erleben. Das ist den Aktivitäten und dem Geist des Teilens zu verdanken, mit denen die kleine Dorfgemeinschaft ihre Wurzeln bewahrt hat und weiterhin bewahrt.
Diese tiefe Verbundenheit mit dem Gebiet macht den Besuch eines Dorfes, das mit der Schönheit seiner Fresken und der Wärme seiner Identität überrascht, noch faszinierender.

