
Kommunen
AGRA
Die Stadt von Agra mit ihren 384 Einwohnern liegt in einer beherrschenden Stellung über dem Lago Maggiore, zwischen 680 und 740 m über dem Meeresspiegel, von wo aus man fast das gesamte Becken überblicken kann.
Sie ist im 13. Jahrhundert als "San Martino de Agra" bekannt, und der Name "Agra" leitet sich vom lateinischen Acer(Stahl).
Es wurden keine prähistorischen Siedlungen gefunden und man geht davon aus, dass die ersten ständigen Bewohner um das Jahr 1000 herum lebten. Das älteste religiöse Gebäude stammt aus dem 12.-13. Jahrhundert, während die drei Wachtürme, die vor langer Zeit in die Glockentürme der Kirchen von Dumenza, Agra und Campagnano umgewandelt wurden, aus der Zeit zwischen 900 und 1000 stammen.
Lokale Chroniken beschreiben Ereignisse, die an Momente von großer historischer Bedeutung erinnern, wie zum Beispiel die Pest in Manzonis Gedenken, mit der Beerdigung der Pesttoten in der "mé di mort"(Berg der Toten), auf dem 1838 die Kirche der Heiligen Jungfrau vom Berge Karmel errichtet wurde. Die Chroniken von Agrese erinnern auch an die Pastoralbesuche von Kardinal Carlo Borromeo.
Charakteristische Merkmale der Stadt sind die alten Häuser mit ihren "Lobbie", Balkonen aus Buchen-, Kastanien- und Haselnussholzbrettern, die auch für die Innenausstattung verwendet wurden.
Die Pfarrkirche ist dem Heiligen Eusebius geweiht. Sie wurde zwischen 1931 und 1933 erbaut und besteht teilweise aus Materialien des alten San Rocco-Gebäudes. Sie bewahrt jedoch einige Fresken des Malers Rivetta aus dem Jahr 1959. Es gibt drei weitere Kirchen: Madonna del Carmine, Madonna della Lupera und die Wallfahrtskirche Santa Maria Madre della Chiesa San Giuseppe.
Von besonderem naturalistischen und touristischen Interesse sind die beiden Wanderwege Giro del Sole und Giro della Luna. Von den Aussichtspunkten Mandelli und Zuccoli haben Wanderer einen herrlichen Blick auf den See.
Das Dorf verfügt außerdem über einen Wildpark, in dem sowohl Hirsche als auch Ziegen leben und der auch über einen schönen Spielplatz für Kinder verfügt.
Im Oktober findet das "Kürbisfest" statt, eine traditionelle Veranstaltung, die jedes Jahr Tausende von Menschen zusammenbringt, die, Köstlichkeiten auf Kürbisbasis probieren und die zahlreichen Stände entlang der Straßen im Stadtzentrum entdecken möchten.


AZZIO
Azzio ist ein hübsches Bergdorf in Valcuvia, 400 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Mit seiner Fläche von 2,17 Quadratkilometern zeichnet es sich durch das reichliche Vorhandensein von Quellwasser aus, das sich in den Flüssen Bulgherone, Viganella und Boesio sammelt. Es besteht k aus den Ortschaften Mara, Oro, Torcino, Molino Dolza, Molinazzo, Convento und Umbera.
Die Stadt hat sehr alte Ursprünge: Sie soll 16 v. Chr. von den Römern gegründet worden sein. Ursprünglich war es ein Lager, das wahrscheinlich als Stützpunkt während der Eroberung Galliens diente. Der Name Azzio leitet sich nach Ansicht einiger von "Actium" ab, nach Ansicht anderer von "Anzium"; wieder andere wiederum vom Namen eines römischen Feldherrn namens Accium.
Entlang der Hauptstraße nach Gemonio können Sie die älteste architektonische Struktur der Stadt sehen: das ehemalige Kloster der reformierten Franziskaner-Minderbrüder, dessen Kirche heute ein Nationaldenkmal ist.
Die Hauptkirche im Zentrum der Stadt ist der Heiligen Maria Annunciata geweiht und ist ein religiöses Gebäude von angenehmer Schlichtheit.


BRENTA
Brenta ist ein kleines Dorf im Cuviatal. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1751 zurück, als es etwa 600 Einwohner zählte und zum Lehen der Familie Visconti Borromeo Arese gehörte. Während der österreichischen und später napoleonischen Herrschaft war Brenta von den häufigen Verwaltungswechseln betroffen, die die Lombardei betrafen. Es wurde zeitweise eine eigenständige Gemeinde und zeitweise an andere nahegelegene Städte wie Cittiglio, Casalzuigno und Vararo angeschlossen.
1927 wurde Brenta endgültig mit Cittiglio vereinigt, aber der Wunsch nach Autonomie blieb unter den Einwohnern stark. Nach jahrelangen Anträgen und Verwaltungsverfahren erlangte die Stadt 1953 dank eines Präsidialdekrets ihre Unabhängigkeit zurück.
Brenta birgt ein wertvolles historisches und religiöses Erbe. Die Wallfahrtskirche der Heiligen Jungfrau der Gnade, auch bekannt als Kirche der Heiligen Quirico und Giulitta, befindet sich in Panoramalage und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Einst eine Pfarrkirche, verlor sie diese Funktion im 16. Jahrhundert, aber sie bewahrt noch heute den Charme ihrer romanischen Architektur, insbesondere des Glockenturms, und ist jedes Jahr im September Schauplatz eines feierlichen religiösen Festes.
Im Zentrum der Stadt befindet sich die Kirche der Heiligen Vito und Modesto, die heutige Pfarrkirche, die seit dem späten 18. Jahrhundert in Betrieb ist und mit Kunstwerken bereichert wird, darunter ein Fresko des Malers Alberto Bogani, das die Heiligen Luigi Guanella und Chiara Bosatta bei ihren Wohltätigkeitsarbeiten darstellt.
Seit 2015 wird Brenta ""Land der Mosaike" genannt dank der vom Künstler geschaffenen Werke Adler(Andrea Sala), die durch das Projekt "Brenta-Fenster", hat das Dorf mit Mosaiken geschmückt, die man an den Wänden alter Häuser, an Fenstern und in Nischen bewundern kann. Diese einzigartige Kunsttechnik wurde auch für Ladenschilder, Straßenschilder und das Willkommensschild am Dorfeingang verwendet.
WEBSEITE: https://comune.brenta.va.it/


BREZZO DI BEDERO
Brezzo di Bedero ist ein kleines Dorf mit etwa 1.200 Einwohnern in bezaubernder Panoramalage am Lago Maggiore.
Das Belvedere Pasquè ist einer der wichtigsten und bekanntesten Punkte, von dem aus man einen bemerkenswerten Blick auf den See genießen kann.
Von außergewöhnlicher Bedeutung ist die Canonica, wie die Stiftskirche San Vittore allgemein genannt wird, eine romanische dreischiffige Basilika aus dem 12. Jahrhundert.
Brezzo di Bedero beherbergte unter anderem den Schweizer Pianisten Paul Baumgartner, der der Gemeinde sein Haus und sein wertvolles Klavier schenkte. Baumgartners Haus, bekannt als "Casa Paolo", ist zum kulturellen Zentrum von Brezzo di Bedero geworden, wo seit Jahren verschiedene, insbesondere musikalische Aktivitäten stattfinden, die von der Gemeinde und dem Verein Casa Paolo organisiert werden.
WEBSEITE: https://comune.brezzo-di-bedero.va.it/


BRINZIO
Die Stadt Brinzio liegt in einem Tal, das sich sowohl nach Südosten über den Motta Rossa Pass in Richtung Varese, als auch nach Nordwesten, in Richtung der Valganna und der Valcuvia offnet. Sie liegt vollständig im Regionalpark Campo dei Fiori.
Die Einwohnerzahl beträgt 766 (Stand 30.06.2023). Brinzio grenzt im Norden an Bedero Valcuvia, an Valganna und Induno Olona, im Süden an Varese und im Westen an Castello Cabiaglio und Rancio Valcuvia.Mit einer Fläche von 6,2 Quadratkilometern liegt es auf einer Höhe zwischen 400 und 1032 Metern über dem Meeresspiegel.
Der Überlieferung nach wurde Brinzio von Hirten aus Castello Cabiaglio gegrundet die sich an dem Ort niederließen, der als Gehäuse bekannt ist(der älteste Teil des Dorfes).Dort befinden sich heute das Museum für voralpine Bauernkultur sowie der Hauptsitz des Regionalparks Campo dei Fiori. Die erste schriftliche Erwanung stammt aus einem Dokument des Jahres 979,das im Heiligtum des Sacro Monte von Varese aufbewahrt wird.
Zu den Orten von touristischem und kulturellem Interesse gehören: die Kirche SS. Pietro und Paolo aus dem 18. Jahrhundert, die Cappelletta dell'Addolorata mit Gemalden von Johannes Baptist Ronchelli(Castello Cabiaglio, 1715-1788), der -Wasserfall Pesegh, der See sowie ein grosser Findling.
Auf dem Stadtfriedhof liegen die Überreste des Carabinieri-Generals Enrico Riziero Galvaligi, der am 31. Dezember 1980 von den Roten Brigaden ermordet wurde.Ihm ist auch ein Denkmal auf dem gleichnamigen Platz gewidmet. Ursprünglich aus Solbiate Arno, hatte er nach dem 8. September 1943 Zuflucht in Brinzio (dem Dorf seiner Mutter) gesucht, um sich dem Widerstand anzuschlissen.Im Dorf lernte er seine Frau kennen, die wahrend des Krieges aus Bologna vertrieben worden war. Nach dem Krieg verbrachte Galvaligi die Sommermonate mit seiner Familie in Brinzio und pflegte eine enge Bindung zur Gemeinde.
WEBSEITE: www.comune.brinzio.va.it
Link 1: https://brinzio.mycity.it
Link 2: https://www.museo.brinzio.va.it
Link 3: https://www.biblio.brinzio.va.it
Link 4: https://www.prolocobrinzio.it
Facebook:
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BRISSAGO VALTRAVAGLIA
Brissago Valtravaglia ist ein charmantes Bergdorf, eingebettet in das grüne Valtravagliatal. Die Gemeinde mit etwas mehr als 1.300 Einwohnern liegt auf etwa 400 Metern über dem Meeresspiegel und umfasst die Ortschaften Brissago, Roggiano sowie die Weiler Monte San Michele, Motto Inferiore und Superiore, Novello und Piano.
Die historischen Ursprünge von Brissago reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Brissago und Roggiano zur Pfarrei Val Travaglia im Herzogtum Mailand gehörten. Nach einigen administrativen Veränderungen während der napoleonischen Ära und im 20. Jahrhundert erhielt die Gemeinde ihre heutige Form 1927 durch den Zusammenschluss von Brissago, Roggiano und Mesenzana. Mesenzana 1953 seine Unabhängigkeit wiedererlangte.
Das Dorf bewahrt tiefgreifende historische Erinnerungen, beispielsweise an die Zeit des Widerstands: Am 7. Oktober 1944 führte eine Operation der Republikanischen Nationalgarde zur Gefangennahme mehrerer Partisanen der Formation "Lazzarini", von denen zwölf erschossen wurden, einige direkt im Dorf.
Zu den Kunstschätzen zählt die Kirche San Giorgio mit einem Guglielmo Jotti zugeschriebenen Fresko aus dem Jahr 1522, das die Kreuzigung darstellt. Ebenfalls einen Besuch wert sind die Kirche San Donnino, die Kirche Madonna di Loreto und die kleine Kirche Santa Rita al Piano.
Für Naturliebhaber bietet Brissago Valtravaglia bezaubernde Ausblicke wie die Roggiano-Wasserfall, mit seinen in den Wald eingebetteten Wasserfällen und einer alten Bank, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. In der Nähe zeugt eine römische Brücke von den alten Verbindungswegen.
Das Gebiet wird auch durchquert von Weg Nr. 7 der Cadorna-Linie, Teil des Projekts "Wege des Friedens". Dieser 5 km lange Rundwanderweg führt zum Observatorium Monte Pian Nave und bietet nicht nur atemberaubende Ausblicke, sondern auch Einblicke in die Militärgeschichte des Ersten Weltkriegs.


CASALZUIGNO
Casalzuigno ist ein charmantes Bergdorf in Valcuvia, bekannt für seine hervorragende Sonneneinstrahlung die zu jeder Jahreszeit Licht und Schönheit bietet. Die Stadt ist in mehrere Weiler unterteilt, von denen jeder bewacht Kunst, Natur und Traditionen authentisch, die zusammen ein Mosaik voller Geschichte und Vitalität bilden.
Der Anteil vonZuigno entwickelt sich um einen der symbolträchtigsten Orte der Gegend:Villa Della Porta Bozzolo, ein prächtiges FAI-Anwesen. Dieses architektonische Juwel aus dem 16. Jahrhundert ist geschmückt durch Italienische Terrassengärten und aus einem Kalender voller kultureller Veranstaltungen, Konzerte und Familienaktivitäten.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Kostenloser Zugang zum Park für Einwohner von Casalzuigno, wodurch die Bindung zwischen der örtlichen Gemeinschaft und diesem außergewöhnlichen historischen Erbe gestärkt wird, das nicht nur als Touristenziel, sondern auch als integraler Bestandteil des Alltagslebens erlebt wird.
Der Anteil von Arcumeggia ist ein echtes Freilichtmuseum, bekannt als"Land der Fresken".Die Fassaden der Häuser beherbergen Werke berühmter italienischer Maler des 20. Jahrhunderts und bieten den Besuchern ein immersives Erlebnis zwischen ländlicher Kunst und Kultur.
Dank des ständigen Engagements der Gemeindeverwaltung ist Arcumeggia heute ein unverzichtbares Ziel für Touristen, Wanderer und Radfahrer. Die kürzlich erfolgte Eröffnung eines Kiosk für die Aufnahme ausgestattet, machte das Dorf noch einladender und lebendiger , ideal für einen Urlaub inmitten der Natur und Schönheit.
Um das kulturelle Angebot zu bereichern, gibt es im Dorf Arcumeggia die "Sangalleria",interessante Fusion zwischen einer Kunstgalerie und Fotomuseum,ein Zeugnis der analogen Vergangenheit und eine visuelle Erinnerung an den Ort.Sie war 2005 von Luigi Sangalli und Flavio Moneta im Vicolo Malcotti 1 gegründet.Sie hat sich zu einem Zentrum für Veranstaltungen, Ausstellungen und kulturelle Projekte im Zusammenhang mit Kunstfotografie und der lokalen Kunstlandschaft entwickelt.
Im Sommer wird jedoch das Partyviertel in der Via Sciareda zu einem der wichtigsten Treffpunkte von Valcuvia. Umgeben von Grün und leicht erreichbar, beherbergt es die Food-Festivals am meisten erwarteten der Saison, die die Wochenenden von Juni bis September beleben und jedes Jahr hunderte von Besuchern, nicht nur aus den Nachbarländern, sondern auch aus Varese und der Kanton Tessin locken.
Diese Feste stellen ein tugendhaftes Modell der territorialen Aufwertung, wo Tradition, Teilnahme und Gemeinschaftsgeist zusammenkommen, um authentische und integrative Erlebnisse zu bieten.
Casalzuigno ist viel mehr als ein Bergdorf: Es ist ein Ort, wo die Sonne auf die Geschichte trifft, wo Kunst mit der Natur koexistiert und wo Traditionen durch Veranstaltungen, Gastfreundschaft und lokale Identität erneuert werden, ein Dorf zu besuchen, aber vor allem zu erleben.
WEBSEITE: https://www.comune.casalzuigno.va.it/


CASSANO VALCUVIA
An den Hängen des Monte San Martino, direkt oberhalb der Staatsstraße, die Cittiglio mit Luino verbindet, liegt Cassano Valcuvia: ein Dorf mit 639 Einwohnern und einer Fläche von knapp 4 Quadratkilometern, das auch als "Tor zum Valcuvia" gilt.
Der Name der Stadt taucht bereits in verschiedenen Dokumenten aus dem Mittelalter auf, aus denen die Existenz einer Burg oder eines Castrums hervorgeht. Cassano gehörte zur Grafschaft Seprium und war ein Lehen der Visconti. Danach folgte es dem Schicksal aller Städte des Tals. Es war zunächst Teil der Pfarrei Cuvio und wurde später, im Jahr 1675, als Pfarrei errichtet, mit der den Heiligen Ippolito und Cassiano geweihten Kirche.
Der Name Cassano, der wahrscheinlich vom Adligen Cassius stammt, wurde nach der Einigung Italiens dem Namen Valcuvia hinzugefügt, um ihn von anderen Städten gleichen Namens zu unterscheiden.
Auf dem Hügel von San Giuseppe befindet sich die gleichnamige Einsiedelei aus dem 11. Jahrhundert, eines der ältesten Sakralbauten des Valcuvia. In der Umgebung der Kirche kann man auch die befestigte Redoute der Cadorna-Linie besichtigen.
Im Stadtzentrum befindet sich das Dokumentationszentrum der Nordgrenze, Linea Cadorna, mit sechs Ausstellungsräumen, die der Verteidigungslinie, den Ereignissen der Schlacht von San Martino während des Widerstands und dem Umweltkontext von Valcuvia gewidmet sind.
Im Rathaus können Sie das charakteristische Jugendstiltheater vom Anfang des letzten Jahrhunderts besichtigen, in dem noch heute Theateraufführungen und die lokale Truppe Teatro Periferico stattfinden.
Eingebettet in eine eindrucksvolle Naturlandschaft ist Cassano Valcuvia ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge entlang des reichhaltigen, gut markierten und gepflegten Wegenetzes, das sich von dort aus durch das Tal erstreckt. Die Ruhe, die hügelige Landschaft und das lebendige kulturelle Leben machen es zu einem attraktiven Ziel für einen langsamen und nachhaltigen Tourismus.
Berühmte Persönlichkeiten der Stadt sind Attilio De Tomasi, ein berühmter Freskenmaler französischer Kirchen, der in der Pfarrkirche der Heiligen Ippolito und Cassiano arbeitete, die später von Frediano Berti restauriert wurde. Sein Bruder, Pietro De Tomasi, ein Bildhauer, widmete sich der Grabkunst.
Obwohl sie nicht aus Cassano stammen, werden Aldo Bertocci, Tenor an der Mailänder Scala, Ambrogio Fogar, Entdecker, Seefahrer und Schriftsteller, und Rinaldo Gallivaggi, eine einzigartige Persönlichkeit,( die in den Medien für seine angebliche Zugehörigkeit zur Familie Savoyen bekannt ist), mit der Stadt in Verbindung gebracht.
Website: https://www.comune.cassanovalcuvia.va.it/hh/index.php


CASTELLO CABIAGLIO
Castello Cabiaglio (im Vareser Dialekt Cabièj) liegt in Valcuvia im Park Campo dei Fiori und ist ein charakteristisches Dorf mit etwa 560 Einwohnern, eingebettet am Südhang des Monte Martinello.
Das Dorf ist ganz einfach zu erreichen: Nehmen Sie einfach die Provinzstraße von Brinzio, die die Nordhänge des Campo dei Fiori-Massivs in Richtung Cuveglio überquert. Die leicht kurvenreiche, aber angenehme Strecke schlängelt sich durch bezaubernde Buchen- und Kastanienwälder, die zu jeder Jahreszeit faszinierend sind. Das smaragdgrüne Frühlingsgrün, der kühle Schatten der Sommerhitze, die herbstliche Palette der Baumkronen und das weiße Laub des Winters bilden die Kulisse des Dorfes, das erst hinter der letzten Kurve erscheint.
Mitten im Grünen, abgeschieden und fast versteckt, war es ein Zufluchtsort für Hirten und Bergsteiger, die von den Hauptstraßen vor Plünderern und Gewalttätern flohen. Ab dem 16. Jahrhundert erlebte die Stadt eine Blütezeit künstlerischer und industrieller Entwicklung.
Im nördlichen Teil des Gebiets sind noch einige Terrassen erhalten, die früher für den Ackerbau und den Weinanbau genutzt wurden, dann aber nach und nach aufgegeben und vom Wald überwuchert wurden.
Die Architektur der Häuser, reich an Portalen, Loggien, Stuckarbeiten und Fresken, zeugt noch heute von ihrer alten Pracht.
Die Keramikfabriken, die verschiedenen Kalköfen und die Seidenspinnereien der Vergangenheit sind ein Beweis für den Einfallsreichtum der alten Bewohner.
Der Ortsname leitet sich von den Merkmalen der Stadt ab, die aufgrund ihrer Lage im Mittelalter als "CASTRUM VALLIS" bezeichnet wurde."Castrum" ist ein Begriff, der sich mit "Militärlager" übersetzen lässt und der in der heutigen Sprache als Wurzel des Wortes "Burg" erhalten geblieben ist; "Vallis" entspricht unserem "della Valle",was man mit der angrenzenden "Talburg" (also Valcuvia) übersetzen könnte.Dieser Name wurde im Laufe der Zeit schrittweise vereinfacht und wurde zu Ca' Vallis (oder "Viallis"), dann zu Ca' biallis, dann zu Cabialij (oder "Cabialy") und schließlich zu Cabiaglio.
Castello Cabiaglio bewahrt ein reiches historisches und künstlerisches Erbe: Das historische Zentrum bewahrt die typische Architektur der ländlichen Dörfer des Alto Varesotto-Gebiets mit Steinhäusern, die durch überdachte Eingänge miteinander verbunden sind, enge Gassen mit Säulengängen und Kopfsteinpflaster sowie Gebäuden aus dem 15. Jahrhundert, von denen, einige mit Fresken bemalt sind.
Die barocke Pfarrkirche Sant'Appiano aus dem 12. Jahrhundert, die im 17. Jahrhundert erweitert wurde, beherbergt Fresken von Giovanni Battista Ronchelli (geboren 1715 in Cabiaglio) und eine alte Orgel aus dem Jahr 1701. Die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaute Kirche San Carlo bewahrt einen Holzaltar und ein Gemälde von Miradori aus dem Jahr 1646, das die Madonna mit Kind und Heiligen darstellt. Nördlich des Dorfes erhebt sich der Monte Martinello (619 m), dessen Gipfel einen herrlichen Panoramablick auf das Valcuvia-Tal, Verbano und die Borromäischen Inseln bietet. An den Hängen dieses Berges führt eine Treppe, flankiert von Nischen mit Kreuzwegstationen, die vom einheimischen Künstler Paolo Petter gemalt wurden, zur Kirche, die als Oratorium der Heiligen Jungfrau bekannt ist.
Ein weiterer Kultort ist die Kapelle San Rocco, die höchstwahrscheinlich nach den zahlreichen Pestepidemien erbaut wurde, die das Cuviatal im 17. Jahrhundert heimsuchten. Während Epidemien wurden Lazarette errichtet, in die die Kranken zum Sterben gebracht wurden, und am Ende jeder Epidemie wurde eine Kirche oder Kapelle errichtet, die San Rocco gewidmet war, dem Beschützer vor der Pest. San Rocco, der vermutlich zwischen 1360 und 1370 (oder einigen Quellen zufolge 1195 in Montpellier) starb, widmete sein Leben der Hilfe für Pestkranke und starb im Gefängnis in Angera.
Die Gebäude, die man in der Stadt noch immer sehen kann, auch wenn sie im Laufe der Zeit verändert und renoviert wurden, helfen uns zu verstehen, wie strategisch wichtig dieser Ort in der Vergangenheit war.
Bis vor wenigen Jahrzehnten befand sich am westlichen Ortseingang ein edler Bogen mit Fries, der die Spuren der Stützen zeigte, mit denen der Eingang bei Sonnenuntergang verschlossen wurde, wie einige seltene Postkarten aus den 1920er Jahren belegen.Die in die Ecke des Gebäudes integrierte Säule ist der einzige erhaltene Teil. Diese diente zusammen mit weiteren Bögen, die noch in der Via San Rocco und der Via Asilo stehen, als Tor zum Dorf, das nachts geschlossen wurde, um es vor möglichen Verbrecherbanden zu schützen.
Die ältesten Häuser, einige miteinander verbunden und andere durch überdachte und dunkle Durchgänge mit sehr dicken Wänden aus quadratischen Steinen getrennt , erzahlen uns dass dieses Gebiet verteidigt werden musste, da es in der Nähe von Grenzgebieten lag, die von Armeen aus Nordeuropa angegriffen werden konnten, die auf die lombardische Ebene zusteuerten.
Diese schlichten alten Gebäude bilden einen starken Kontrast zu den Häusern aus dem 16. Jahrhundert und den eleganteren Häuser, die den Reichtum und das Ansehen ihrer Besitzer widerspiegeln. Tatsächlich gab es in Cabiaglio viele Patrizierfamilien, die heute fast alle ausgestorben sind.
Die Gebäude stehen dicht an dicht, mit Unterführungen und engen Gassen, was zeigt, wie wichtig es war, stets bereit zu sein, sich gegen mögliche Angriffe von außen zu verteidigen. Es ist nicht schwer sich vorzustellen, dass der höchste Punkt des Monte Martinello als Aussichtspunkt diente und in ständiger Sichtverbindung mit anderen Festungen, Türmen und Burgen in der Umgebung stand, wie dem Turm von Pieve di Canonica, dem Turm von Mesenzana, der Arx media von Arcumeggia, der Rocca di Orino, der Burg von Brinzio und anderen.
In Cabiaglio wurde am 1. Februar 1715 der Künstler Gian Battista Ronchelli, Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Giacomo Antonio und Maria Grazia Porrani, Tochter des Malers und Architekten Antonio Maria, geboren. Er starb dort später im Alter von 73 Jahren am 24. Januar 1788.
Von Giovanni Battista Giovio, Ronchellis Förderer und seinem ersten Biographen, erfahren wir, dass er schon in jungen Jahren eine Ausbildung zum Kaufmann absolvierte und sich in L'Aquila niederließ, wo seine Familie seit Generationen erfolgreiche Geschäfte betrieb, während er gleichzeitig Geisteswissenschaften studierte. Er blieb dort bis 1733/34, bevor er entgegen den Erwartungen seiner Familie nach Rom zog, um in der Werkstatt des Malers Francesco Mancini Malerei zu studieren.
Aus demselben Zeugnis erfahren wir, dass Ronchelli nach seiner Rückkehr nach Varese Mitte des 18. Jahrhunderts seine Ausbildung unter der Leitung von Pietro Antonio Magatti fortsetzte und so eine Beziehung des Lernens und der Zusammenarbeit aufbaute, die über die Zeit fortbestehen und seine weitere künstlerische Karriere unauslöschlich prägen sollte.
In Cabiaglio bereicherte er die Kirche mit schönen Gemälden, die noch heute bewundert werden können, wie zum Beispiel das Haupt Altarbild und die Medaillons im Chor, die die Opferung Isaaks und die Opferung Melchisedeks darstellen. Im Dorf beschäftigte er mehrere Schüler, die er in Malerei, Holzschnitzerei und Dekoration ausbildete.
Die Gebrüder Salvini führten die Stuckarbeiten aus und arbeiteten mit Paolo Mambrini und Paolo Peter an der Stuck- und Farbdekoration der Gewölbe und Wände.
Zu den bedeutenden Literaten unserer Zeit ist der italienische Journalist und Schriftsteller Pier Vittorio Buffa (Rom, 3. August 1952), der eine emotionale Bindung zu dieser Stadt hat, wo er die meisten seiner Ferien verbrachte und wo auch sein Roman "La Casa dell'Uva Fragola" spielt. In diesem Roman zeichnet er die Ereignisse des Ersten Weltkriegs nach, indem er die Ereignisse im Zusammenhang mit seiner Familie schildert.


CASTELVECCANA
Der Name und die Geschichte von Castelveccana sind eng mit der Burg verbunden, die einst auf dem Vorgebirge der Rocca stand. Im Jahr 963 wurde sie trotz der hartnäckigen Verteidigung durch die Söhne Berengarios II., des letzten Feudalkönigs Italiens, von Otto I. von Deutschland belagert, erobert und niedergebrannt.
Nach dem Wiederaufbau stieg ihre militärische Bedeutung unter der Herrschaft der Familien Visconti, Rusca und Borromeo, bis sie 1513 endgültig von den Schweizern zerstört wurde. Leider sind von der Burg nur noch wenige Ruinen erhalten, doch wertvolle Spuren ihrer historischen Vergangenheit sind in mehreren Sakralbauten erhalten: der romanischen Kirche San Giorgio, der Pfarrkirche San Pietro, dem Glockenturm San Martino, der Einsiedelei Sant'Antonio (aus dem 11. und 12. Jahrhundert) und der Wallfahrtskirche Santa Veronica aus dem 15. Jahrhundert, die mit exquisiten Fresken bemalt ist und in wunderschöner Panoramalage auf der Rocca erbaut wurde. Nach der Zerstörung der Burg blieb die Rocca di Caldé für den wertvollen Kalk berühmt, der abgebaut und in den charakteristischen, heute stillgelegten, aber noch deutlich sichtbaren Brennöfen verarbeitet wurde.
Der Name "Castelveccana" entstand 1928 aus der administrativen Fusion der bereits bestehenden Gemeinden "Castello Valtravaglia" am See und "Veccana" flussaufwärts. Häufig wird der Ort jedoch einfacher mit dem Kurznamen seines am See gelegenen Weilers "Caldé" bezeichnet und von manchen ,aufgrund seiner Besonderheiten auch als "das Portofino des Lago Maggiore".
Die Stadt ist in mehrere, über das weite Valtravaglia-Tal verstreute Weiler aufgeteilt und erstreckt sich zwischen dem lombardischen Ufer des Lago Maggiore und den grünen Bergen, die sie vom Valcuvia trennen.
Die sanfte Landschaft, das milde Klima und die fast mediterrane Küstenvegetation treffen auf die dichten Wälder jahrhundertealter Kastanien und Buchen des Alpenvorlandes. Die Ruhe, die saubere Luft, die unberührte Natur und die Möglichkeit, vielfältige Sportarten, insbesondere Wassersport, auszuüben und erholsame Spaziergänge in den umliegenden Bergen zu unternehmen, machen Castelveccana zu einem begehrten Urlaubsziel.
Einer der wichtigsten Treffpunkte ist der einladende kleine Platz von Caldé, das kleine Dorf am Seeufer, das Piero Chiara als "den charmantesten, spektakulärsten und zugleich friedlichsten, intimsten und unberührtesten Ort an der gesamten Küste" bezeichnete.
Der älteste Teil der Stadt ist fast intakt und gibt uns einen Einblick in das kleine Fischer- und Kalksteindorf, wie es in vergangenen Jahrhunderten war.
Von jedem Punkt in Castelveccana aus – aber besonders vom eindrucksvollen Balkon von Santa Veronica, der von den Klippen der Rocca über die historischen Hochöfen blickt – können Sie einen der weitesten und schönsten Ausblicke auf den Lago Maggiore genießen, der vom majestätischen Amphitheater der Alpen eingerahmt wird.
Caldé ist der Küstenort von Castelveccana, der höchstgelegene Ortsteil ist Sarigo, zugleich die am besten erhaltene ländliche Ecke des Valtravaglia. Halb versteckt zwischen alten Wäldern und Gemüsegärten, ist Sarigo eine harmonische Ansammlung alter Steinhäuser, von denen einige aus dem 16. Jahrhundert stammen. Sie sind mit Säulengängen und Balkonen geschmückt und durch tiefe Bögen verbunden, die die verwinkelten Gassen überspannen.
Aufgrund seiner natürlichen Schönheit, seiner Umwelteigenschaften, seines Sees und der alten Dörfer, die über die gesamte Gegend verstreut sind, gilt Castelveccana zu Recht als ein Ort von touristischem Interesse, aber auch als Wohnort mit öffentlichen Dienstleistungen, die die Lebensqualität auch in einer Kleinstadt verbessern.
WEBSEITE: https://www.comune.castelveccana.va.it/


CITTIGLIO
Die Stadt Cittiglio liegt auf 254 m über dem Meeresspiegel im grünen Valcuvia, eingebettet zwischen Bergen und Wiesen mit einer reichen einheimischen Flora und Fauna. Sie ist in sechs historische Weiler unterteilt, die Rioni genannt werden: Cascine, Fracce, Cittiglio Alto, Valcuvia, Vignola San Biagio und San Giulio, dazu kommen Pozzit und das bergige Vararo mit insgesamt etwa 3830 Einwohnern.
Seine Ursprünge gehen auf das Mittelalter zurück, als es Cistellum genannt wurde und stand auf einem kleinen befestigten Hügel, auf dem sich ein Kloster und eine Kirche befanden, die heutige Kirche San Biagio, ein Ort von hohem architektonischen und historischen Wert dank der archäologischen Funde des letzten Jahrzehnts, die bis ins Mittelalter zurückreichen.
Cittiglio wird von einem Radweg durchquert und ist voller wunderschöner Grünflächen wie dem Wasserfallpark, der derzeit wegen Sicherheitsarbeiten für die Öffentlichkeit gesperrt ist, und Wegen, die sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad befahren werden können, wie der Ring, der von Pozzit zum Rione Cascine führt, oder die alten Saumpfade, die nach Vararo hinaufführen.
Der Bahnhof beherbergt außerdem ein Museum, das dem Radsport-Champion Alfredo Binda gewidmet ist. Der Rundgang durch die historischen Waschhäuser "La via dell'acqua" befindet sich im Bau. Im Dorf befindet sich auch das Haus, in dem Giuseppe Garibaldi während der Mille-Kampagne zu Gast war.
Zusätzlich zu den Champion Alfredo Binda und sein Bruder Albino, Cittiglio hat zahlreiche Persönlichkeiten aus der Welt der Kultur beherbergt: den Bildhauer Luigi Broggini, der den sechsbeinigen Hund erfand, das historische Logo von Agip; die Malerin Rosa Maria Stuani Nitais, die viele Preise im Bereich der figurativen Malerei und Landschaft gewonnen hat; Professor Luigi Violini, Erfinder des Logos der Gemeinde; die berühmte Konzertpianistin Annita Porrini; Gianfranco Caporali, der Zimmermann, der einen hölzernen Beiwagen schuf, der in einem Film von Renato Pozzetto verwendet wurde; den Maler und Professor Vincenzo Morlotti; den Jazzmusiker Paolo Paliaga; die Journalisten und Schriftsteller Massimo Cassani und Felice Magnani; die Schriftstellerin Serena Contini.
WEBSEITE: https://www.comune.cittiglio.va.it/


COCQUIO TREVISAGO
Cocquio Trevisago liegt zwischen den Seen Varese und Maggiore, südwestlich des Massivs Campo dei Fiori und wird vom Bach Bardello durchquert. Es ist eine Gemeinde mit etwa 4.650 Einwohnern.
Das an Vegetation und Wegen reiche Gebiet erstreckt sich vom Talboden bis zum Gipfel des Forte di Orino (1134 m über dem Meeresspiegel), einem Teil der historischen Cadorna-Linie.
Der erste Teil des Namens, Cocquio, stammt aus dem lateinischen vulgären Coccum(kleiner Hügel) - später Cocquium zur Korrektur, Wort gallischen Ursprungs- oder vom Namen der Familie der lokalen Grafen Coco; Trevisago hingegen stammt aus dem Lateinischen da tres vias agere, was seine Rolle als Treffpunkt der drei Routen unterstreicht, die nach Mailand, zum Lago Maggiore und in die Schweiz führen.
Die Stadt entstand 1927 aus der Vereinigung der Dörfer Cocquio und Trevisago und bewahrt Spuren einer tausendjährigen Vergangenheit, seit dem mittelalterlichen Turm im gleichnamigen Weiler.Diese Stadt war damals ein wichtiger Punkt für den Informationsaustausch zwischen den Adamoli-Festungen von Besozzo und den Bastiani-Festungen auf San Clemente.Im Mittelalter beherbergte Trevisago die Truppenunterkünfte und erfüllte zusammen mit Cerro und Caldana eine wichtige militärische Verteidigungsfunktion.
Zusätzlich zu diesem Gebäude, von dem heute noch eine Ruine übrig ist,auch die Villen und Kirchen aus dem 17. Jahrhundert, das im frühen 20. Jahrhundert erbaute SOMS-Theater und die Kirche der Reinigung mit einem romanischen Glockenturm aus dem 13. Jahrhundert zeugen von einem bedeutenden historischen und kulturellen Erbe.
Die Stadtentwicklung der Stadt war historisch in verschiedene Stadtkerne unterteilt, zu denen neben dem Zentrum von Cocquio auch die Ortsteile Sant'Andrea, Torre, Caldana und Cerro gehörten, wobei die letzten beiden sind von der jüngsten Urbanisierung weniger betroffen und bieten authentische Ausblicke mit wertvollen und gut erhaltenen historischen Gebäuden.
Zu den prominenten Persönlichkeiten, die mit dem Land verbunden sind, gehört sicherlich der Maler Innocente Salvini der in einer Bauernfamilie geboren und auch aufgewachsen wurde, die eine Mühle am Bach Viganella betrieb: Warme Farben, Familienmitglieder und Momente des Bauernlebens prägen seine Gemälde, die nach seinem Tod,in dem eingerichteten Museum neben der Mühle gesammelt wurden. Weitere Gemälde befinden sich in der Pfarrkirche S. Andrea und in einem Fresko im Dorf Arcumeggia.
Eine weitere bekannte Persönlichkeit ist Esteban Canal, der 1896 in Peru geboren wurde, aber mit 16 Jahren nach Europa zog. Nachdem er Schachmeister geworden war, ließ er sich in der Nachkriegszeit in Italien nieder, wo er bemerkenswerte Erfolge und Siege im Schach erzielte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Cocquio Trevisago, wo er 1981 starb.
Die berühmteste Figur aus Cocquio gehört jedoch der Modewelt an: die Stylistin Fernanda Gattinoni. Sie wurde 1907 in Cocquio Trevisago geboren und war sowohl in Italien als auch im Ausland sehr erfolgreich, wo sie sehr beliebt war. Sie kleidete auch Filmstars wie Audrey Hepburn und Anna Magnani ein.
Heute verbindet Cocquio Trevisago Tradition und Natur, auch dank der Radwege, die es mit dem Lago di Varese und dem Lago Maggiore verbinden, und dank Wegen wie dem Skulpturenweg in Cerro mit Kunstwerken von Sergio Terni, die zum Entdecken dieser Orte einladen.
WEBSEITE: www.comune.cocquio-trevisago.va.it


CURIGLIA CON MONTEVIASCO
Curiglia mit Monteviasco ist eine Gemeinde mit 189 Einwohnern,das einzige Zentrum der Val Veddasca am Südhang gelegen.
Das Dorf liegt am Berghang und ist durch rustikale Gebäude aus Sichtstein und Beole-Dächer gekennzeichnet.
Curiglia mit Monteviasco ist in zwei Kerne unterteilt, die noch heute nicht durch eine Straße, sondern durch den Saumpfad mit etwa 1400 Stufen verbunden sind, der bis zur Wiedereröffnung der Seilbahn, den einzigen Zugangsweg zum Dorf Monteviasco darstellt.Seilbahn die das Dorf mit Pieros Brücke verbindet.
Monteviasco, das heute von einem Dutzend Menschen bewohnt wird, besteht fast ausschließlich aus Gebäuden mit Trockenmauern, oft mit Eingangshalle. Enge, gepflasterte Straßen kreuzen sich zwischen überdachten Passagen und kleinen Freiflächen, und der gesamte Ort konzentriert sich um die große Kirche, die den Heiligen Martin und Barnabas geweiht ist.
Auch die Große Burg von Piero ist ein interessantes ,historisches Ausflugsziel.Pieros Felsbrocken, in der Nähe des gleichnamigen Ort, in der Nähe des Baches Giona, weist zahlreiche Schnitzereien von Figuren und Symbolen heidnischer Kulte auf, die später im 10. und 11. Jahrhundert durch "Blumenkreuze" ersetzt wurden. Einige der Schnitzereien auf diesem Felsbrocken, verglichen mit anderen, die sich etwas außerhalb der Stadt befinden, lassen darauf schließen, dass die ersten Siedlungen auf das Jahr 2000 v. Chr. zurückgehen.
Interessant sind auch die charakteristischen Almen von Sarona und Alpone, gelegen entlang des Fußgängerwegs, der zum Monte Lema und Monte Tamaro, einst für die Transhumanz genutzt und heute fantastische Oasen der Ruhe und Natur.


CUVEGLIO
Cuveglio liegt im Zentrum des Valcuvia, auf halbem Weg zwischen Luino und Laveno Mombello. Es hat eine Fläche von 7,67 Quadratkilometern und liegt auf einer Höhe von 294 m. Es besteht aus den Ortsteilen Vergobbio, Canonica und Cavona und hat rund 3.400 Einwohner.
Einige archäologische Funde haben bestätigt, dass Cuveglio in der Römerzeit ein Zentrum von erheblicher Bedeutung war, auch wenn die ersten Bewohner Pfahlbauer waren, die nach dem Rückzug des Wassers des alten Gletschersees ins "Coviglio" Zuflucht suchten und dort das erste städtische Zentrum gründeten.
Am nördlichen Ende der Stadt, vor dem Vorgebirge von Santa Maria, befand sich ein alter heidnischer Friedhof aus der Zeit vor der Römerzeit. Beim Bau der Provinzstraße im Jahr 1911 wurden auch mehrere Gräber gefunden, die jedoch später verloren gingen.
1949 berichtete Dr. Giuseppe Rigoli von der Entdeckung zahlreicher Aschenvasen in der Ortschaft "Chioso di San Lorenzo" mit einigen Münzen, die das Numismatische Kabinett auf die Zeit Kaiser Trajans um 120 n. Chr. datierte. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Stadt eine gewisse Ausdehnung angenommen hatte und daher weit zurückliegen muss.
Zu den sehenswerten Sakralbauten zählen neben zahlreichen Fresken in den verschiedenen Ortsteilen die Kirche Sant'Anna (14. Jahrhundert) mit den Kapellen der Via Crucis am Beginn der Brevissima in Richtung Duno und San Martino. Die Santa Casa in Cavona hingegen ist ein Heiligtum, das an das in Loreto erinnert .
Der Stadtturm neben der Kirche San Lorenzo ist ein weiteres Symbol für die historische Bedeutung der Stadt, während die Kirche Santa Maria mit dem Lazarett ein weiteres Zeugnis dafür ist, dass das Tal bereits vor dem Mittelalter belebt war. Einige Fresken der Kirche sind heute im Rathaus zu sehen, während sich weitere Funde im historischen Museum von Varese befinden.
Ein weiterer einzigartiger Ort in der Gegend (und auch einzigartig in Italien) ist dieDas American Southwest Museum), das in Cavona liegt und jedes Jahr zahlreiche Besucher begrüßt.
WEBSEITE: www.comune.cuveglio.va.it


CUVIO
Cuvio ist eine Gemeinde im Valcuvia, die sich über eine Fläche von 5,96 Quadratkilometern erstreckt und auf einer Höhe von 309 m über dem Meeresspiegel liegt. Mit dem Weiler Comacchio hat sie etwas mehr als 1600 Einwohner.
Capo di Pieve wird in den Statuten der Straßen und Gewässer der Grafschaft Mailand (1346) erwähnt. Zusammen mit dem gesamten Valcuvia wurde es 1450 der Familie Cotta als Lehen überlassen, während es 1727 an den Grafen Giulio Visconti Borromeo Arese und dann an die Familie Litta Arese überging. Die historischen Familien Cotta und Visconti Borromeo Arese lebten von 1600 bis 1800 in der Palastfestung, die später in ein Herrenhaus umgewandelt wurde und mit seinem Turm auf dem Hauptplatz hervorsticht. Das Banner von Cuvio erinnert an sie mit der weißen Tunika (oder Cotta) und der Visconti-Schlange .
Anschließend erlebte die Stadt verschiedene Zusammenschlüsse und Auflösungen mit benachbarten Zentren: mit Napoleon im Jahr 1809, mit dem lombardisch-venezianischen Königreich im Jahr 1815 und mit dem Faschismus im Jahr 1928, aber immer mit Cuvio als historischem Zentrum.
Seit der Nachkriegszeit ist er zu seinem ursprünglichen Flussbett zurückgekehrt, das vom Talboden bis zum Campo dei Fiori aufsteigt, vom Wildbach Boesio (mit dem Namen Broveda an seiner Quelle) durchquert wird und ein charakteristisches Gebiet mit Bewässerungsgräben, Wasserfällen, kleinen Seen und einer römischen Brücke im Inneren des "Englischen Tals" aufweist – dessen Name nichts mit den Bewohnern des Kanals zu tun hat, sondern sich vom lateinischen "in glarea" ableitet, was "auf dem Schotter" bedeutet, da der Fluss Schotter und Sand flussabwärts transportierte.
Zu den emblematischen Persönlichkeiten von Cuvio zählen: Virgilio Savini (ca. 1850–1925), Gründer des renommiertesten Restaurants in der Galleria in Mailand; Enrico Porro (1885–1967), dessen Eltern aus Cuvio stammten und der bei den Olympischen Spielen 1908 in London die erste italienische Goldmedaille im griechisch-römischen Ringen im Leichtgewicht gewann; Leopoldo Maggi (1840–1905), Professor und bedeutender Biologe, Zoologe und Geologe, Nachkomme einer Mailänder Adelsfamilie, die im 19. Jahrhundert in Cuvio Zuflucht fand.
Piero Chiara machte dann mit seinem Roman "Il pretore di Cuvio" das Gerichtsgebäude berühmt, das dort bis 1929 existierte. Der von seinem Roman "La spartizione" inspirierte Film "Venga a prendere il caffè... da noi" unter der Regie von Alberto Lattuada und mit Ugo Tognazzi in der Hauptrolle wurde größtenteils in Cuvio gedreht.
Mascioni Organi, 1829 von Giacomo Mascioni in Comacchio di Cuvio gegründet, ist noch heute ein weltweit bedeutendes Unternehmen für die Herstellung und Restaurierung von Orgeln.
WEBSEITE: https://www.comune.cuvio.va.it/


DUMENZA
Dumenza ist ein Dorf mit etwa 1.500 Einwohnern in einer großen Bergregion direkt über dem Lago Maggiore, an den Hängen des Berges Lema. Mit 1.624 m über dem Meeresspiegel ist er einer der Gipfel mit der schönsten und höchsten Aussicht in der Gegend von Luino.
Es ist eine friedliche Stadt mit einer reichen Geschichte, künstlerischer kund natürlicher Schönheit, die eine perfekte Balance aus Landschaft, Gastfreundschaft und Ruhe bietet.
Das Gebiet wird vom Rio Colmegnino durchquert, der in der Ortschaft Regordallo (Due Cossani) auf dem Monte Colmegnino entspringt. Das von diesem Wasserlauf gebildete Tal ist als Val Dumentina, oft auch "Valle Smeraldo"dank seiner grünen Farbtöne bekannt
Die Naturlandschaft ist geprägt von stillen Wäldern, Wiesen, Bergweiden, Lichtungen, Wasserfällen, malerischen Hängen und Panoramaterrassen mit Blick auf den Lago Maggiore. Die Bergstraßen und -wege erinnern an alte Routen, die einst von Schmugglern genutzt wurden, die Waren zwischen Italien und der Schweiz tauschten – ein Stück Geschichte, das in den Erzählungen der Älteren weiterlebt.
In Dumenza gibt es mehrere Weiler, jeder mit seinen eigenen historischen, künstlerischen und landschaftlichen Besonderheiten:Torbera,Dumenza,Trezzino,Runo,Stivigliano,Due Cossani ,Vignone,Pradecolo und Pragaletto.
Die Stadt versammelt sich um ihre zahlreichen Kirchen, darunter: die Pfarrkirche, die Sankt Georgan Runo gewidmet ist, die Kirche der Heiligen Elisabeth in Due Cossani, die Kirche der Heiligen Nazario und Celso und die Kirche der Unbefleckten Empfängnis im Zentrum von Dumenza.
Vom Ortsteil Trezzino führt ein Saumpfad, der von dreizehn Kapellen der Via Crucis gekennzeichnet ist, den Besucher zum Heiligtum von Trezzo, ein sehr wichtiger Ort der Verehrung für die lokale Gemeinde, der Santa Maria Assunta gewidmet ist. Im Gebiet Pragaletto, in Richtung des Gipfels von Lema, befindet sich das Kloster, das die Klostergemeinschaft "Heilige Dreifaltigkeit" beherbergt.
Die ältesten Ausblicke in den Dörfern zeichnen sich durch enge Gassen, Steinhäuser, Freskenwände und charmante Innenhöfe aus, die von , ländlichen und einfachen Geschichten erzählen und sich harmonisch neben moderneren Straßen, neuen Wohnhäusern, Schulen sowie Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben einfügen. Die Überreste längst verlassener Mühlen, alter Berghütten und Bauernhäuser, ehemaliger Molkereien und neuerdings auch moderner, inzwischen verlassener Fabriken sind noch heute sichtbar.
Die Geschichte des ländlichen Lebens wird von einer großzügigen Natur und Wälder begleitet, in denen Füchse, Huftiere, Dachse, Eichhörnchen und Hasen leben.Sie wird auch von blumenreichen Hängen, von Amphibien und Fischen bewohnte Wasserwege, von Vögeln wie Falken, Amseln, Spechten und Sperlingsvögeln überflogene Gebiete begleitet. Es ist ein ideales Gebiet für alle, die Wanderungen, Spaziergänge oder Momente von reinen Besinnung suchen. Hier können Sie in Berghütten, Restaurants, Bars und auf Bauernhöfen erfrischen und in gemütlichen und familiären Unterkünften Ruhe finden.
In Dumenza gibt es auch einen wichtigen Treffpunkt, den Zentrum Carà ,ein beliebter Stadtpark, in dem zahlreiche lokale Musik-, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie wichtige Ereignisse für die Umgebung stattfinden. Lokale Vereine und Gruppen engagieren sich in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung für die Förderung des Gebiets durch die Organisation verschiedener Veranstaltungen.
Dumenza wird oft als Geburtsort berühmter und historisch bedeutender Persönlichkeiten in Erinnerung erwähnt. Unter ihnen sind: Bernardino Scapi, bekannt als Bernardino Luini, Renaissancemaler aus der Leonardo-Schule, dessen Werke heute in vielen Kirchen und Museen aufbewahrt werden;Bartolomeo Scappi, der größte italienische Koch des 16. Jahrhunderts, der am Hof zweier Päpste, Pius IV. und Pius V diente., und der 1570 sein Wissen in einer monumentalen gastronomischen Abhandlung mit dem Titel "Opera" zusammenfasste;Raffaele Casnedi, Maler des 19. Jahrhunderts und Professor an der Accademia di Belle Arti di Brera, gilt als einer der Vertreter der Romantik und des Realismus im 19. Jahrhundert;Vincenzo Pietro Peruggia, italienischer Dekorateur, der dafür bekannt ist, 1911 Leonardo da Vincis Mona Lisa aus dem Louvre-Museum in Paris gestohlen zu haben, was große internationale Empörung auslöste.
Für Besucher ist Dumenza das perfekte Reiseziel für alle, die ein ruhiges Erlebnis abseits des Massentourismus suchen. Es ist ideal für Familienausflüge, Trekking, gastronomische Erlebnisse und das Eintauchen in die Geschichte einer faszinierenden Alpengrenze.
WEBSEITE: https://www.comune.dumenza.va.it/


DUNO
Mit rund 160 Einwohnern und einer Lage auf 530 Metern über dem Meeresspiegel ist Duno eine der kleinsten und charmantesten Gemeinden der Provinz Varese. Umgeben von viel Grün und reich an historischen Stätten ist es ein idealer Ort für alle die, Ruhe, landschaftliche Schönheit und Ausflüge abseits der ausgetretenen Pfade suchen.
Die Natur ist der Protagonist, mit Kastanienhaine,Findlinge und Wege, die sich durch den Wald schlängeln. Das Gebiet der"Faggio del Gelato", ein jahrhundertealter Baum am Weg zum Monte San Martino verdankt seinen Namen der Tradition(aus den 1930er Jahren) der Eisverkäufer, die hier während des Festes zu Ehren des Heiligen Bartholomäus Halt machten.
Unter den Spuren der ländlichen Vergangenheit finden wir Waschhäuser,alte Wassertröge der Cadorna-Linie und die Überreste von alten Mühlen in der Gegend von Costaccia. In der Nähe der Alpe di Bis können Sie auch geheimnisvolle Felszeichnungen beobachten.
Das historische Zentrum bewahrt " Ur Fort", ein Gebäude, das vermutlich auf einer alten Festung stand. Dieses Detail ist mit dem Ursprung des Namens "Duno" verbunden, der sich vom gallischen Begriff Dunum ableitet, was "Festung" oder "befestigter Hügel" bedeutet.
Zu den Orten von kulturellem Interesse zählen die Pfarrkirche der Heiligen Julian und Basilissa, in dem einige Reliquien aufbewahrt werden, und die Votivtempel der Ärzte Italiens, Symbol der Hingabe und Erinnerung.
Duno beherbergt auch ein originales Freilichtmuseum. Entlang der Straßen der Stadt sind Fresken, Skulpturen und Flachreliefs zu sehen, die 2012 von medizinischen Künstler oder in Zusammenarbeit mit Ärzten geschaffen wurden und alle dem Thema "Gesundheit im medizinischen Denken" gewidmet sind.
Zahlreiche Pfade und Saumpfade verbinden Duno mit Arcumeggia, Monte San Martino und anderen nahegelegenen Orten und machen es zu einem idealen Ausgangspunkt, um Geschichte und Natur zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu erkunden.
WEBSEITE: https://www.comune.duno.va.it/


FERRERA DI VARESE
Die Gemeinde Ferrera di Varese ist mit 1,61 Quadratkilometern eine der kleinsten im Norden der Provinz. Sie weist jedoch einige Besonderheiten auf, die vor allem im Sommer viele Besucher anziehen.
Der wichtigste ist sicherlich der Ferrera-Wasserfall, auch bekannt als "Fermona"-Wasserfall: ein Naturdenkmal von großem Wert, das in einem besonderen naturalistischen Kontext liegt.Der Margorabbia-Torrent-Sprung, 30 Meter hoch und ein Ort der kühlen Erfrischung, der während der Sommersaison sehr geschätzt wird, ist vom Stadtzentrum über den Radweg leicht zu erreichen, der eine einfache Verbindung nach Luino und Valcuvia gewährleistet. Darüber hinaus können Sie zwei weitere kleinere Wasserfälle bewundern, einen näher an der Stadt und einen, der direkt aus dem Felsen fließt.
Die Stadt liegt auf 298 m ü. M. und ist von dichter Vegetation umgeben. Einen Besuch wert ist auch das Denkmal der Gefallenen im Ortsteil Rocca, von dem man einen weiten Blick auf die Stadt und das Tal genießt.


GAVIRATE
Gavirate liegt am Lago di Varese und ist eine Stadt reich an Geschichte, Natur und Kunst.
Seine Ursprünge reichen bis ins 7. Jahrtausend v. Chr. zurück, wie Pfahlbaufunde entlang des Seeufers belegen. Gavirate wurde zunächst von den Galliern bewohnt und dann von den Römern erobert. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte es den Einfluss verschiedener Herrscher: Langobarden, Benediktinermönche, Spanier und Österreicher. Das Dorf spielte auch eine aktive Rolle bei den napoleonischen Reformen und der späteren Struktur des Königreichs Lombardo-Venetien, mit der Gründung des ersten Stadtrats im Jahr 1824.
Zu seinem historischen Erbe zählt das charmante Dörfchen Voltorre mit dem mittelalterlichen Kloster, das zwischen 1100 und 1150 von den Mönchen der Abtei Fruttuaria gegründet wurde und heute ein Nationaldenkmal ist. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Pfarrkirche San Giovanni Evangelista mit ihrer wertvollen Orgel aus dem Jahr 1901 von Vincenzo Mascioni.
Das Zentrum beherbergt auch Orte der Kultur und Entspannung wie die Stadtbibliothek in der renovierten Villa De Ambrosis und den Morselli-Park, der vom Schriftsteller Guido Morselli gestiftet wurde: eine Grünfläche mit Spielplätzen, Spazierwegen und einem atemberaubenden Panoramablick auf die Alpen und den Lago di Varese.
Gavirate beherbergt außerdem ein einzigartiges Museum in Italien:Das" Museo della Pipa", das Ende der 1970er Jahre von Alberto Paronelli gegründet wurde. In einem rustikalen Haus aus dem 19. Jahrhundert beherbergt das Museum über 30.000 Exponate, darunter historische Pfeifen, Utensilien, antike Bücher und seltene Objekte aus aller Welt, darunter präkolumbische Pfeifen, Wasserpfeifen, Meerschaumpfeifen und deutsches Porzellan.
Die Handelstradition von Gavirate wird schließlich durch den wöchentlichen Freitagsmarkt belegt, der 1539 auf Anordnung von Karl V. eingerichtet wurde.


GEMONIO
Gemonio ist eine Stadt mit etwa 2.900 Einwohnern auf einem Hügel am Eingang des Valcuvia-Tals und einem wunderschönen historischen Zentrum.
In ihrem Gebiet kann man zweifellos die Kirche San Pietro aus dem 7.-8. Jahrhundert im lombardisch-romanischen Stil bewundern, die mit Fresken und einem vorromanischen Altar geschmückt ist.
Das in einem restaurierten Bauernhaus untergebrachte Stadtmuseum Floriano Bodini zeigt die Werke des aus Gemonio stammenden Bildhauers, der in Mailand aufwuchs und eine treibende Kraft hinter dem "Existenziellen Realismus" war.
Die Pfarrkirche San Rocco und Beata Vergine Addolorata beherbergt den Holzaltar von San Pietro und das Triptychon Madonna Addolorata, beides Werke von Bernardino Castelli, die Mascioni-Orgel aus dem frühen 20. Jahrhundert und Gemälde des Malers Innocente Salvini.
Von großem künstlerischen Wert ist auch das Wandgemälde "Il Suonatore di liuto" von Andrea "Ravo" Mattoni, das von den Werken Caravaggios inspiriert ist und in der E. Curti-Grundschule ergestellt.
WEBSEITE: https://www.comune.gemonio.va.it/


GERMIGNAGA
Germignaga liegt am Lago Maggiore und ist ein Dorf mit antiken Ursprüngen. Es liegt eingebettet zwischen dem Fluss Tresa, dem Bach Margorabbia und dem San Giovanni, drei Wasserstraßen, die sein Gebiet und seine Geschichte geprägt haben.
Das historische Zentrum von Germignaga mit seinen gepflasterten Straßen und etwas abseits vom Ufer gelegen, zeugt von einer bereits vorrömischen Besiedlung, wie Pfahlbaufunde aus der Stein- und Bronzezeit belegen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 807, doch erst zwischen Mittelalter und Renaissance spielte Germignaga eine zentrale Rolle im Tal, mit einer eigenen Festung und einem florierenden Handel mit Holz, Wein und Fisch.
Im 20. Jahrhundert erlangte die Stadt, nach einer kurzen und umstrittenen Eingliederung in die Gemeinde Luino während des faschistischen Regimes, dank des Willens der Bürger im Jahr 1947 ihre Autonomie zurück.
Heute ist Germignaga ein einladendes, grünes Reiseziel. Der Boschetto-Park an der Mündung des Flusses Tresa bietet einen schattigen Bereich zwischen Kiefern und Hainbuchen.Nur wenige Schritte entfernt liegt der Park Le Fontanelle mit Wasserspielen und Blick auf den See. Nicht zu verpassen ist auch der Bosco delle Fate, ein verwunschener Weg, der nach Brezzo di Bedero führt.
Das architektonische Wahrzeichen der Stadt ist die ehemalige Heliotherapie-Kolonie "Bislunga", ein Gebäude in Schiffsform mit Blick auf den See, das restauriert und der Gemeinde zurückgegeben wurde. Besonders interessant sind auch die Kirchen der Heiligen Giovanni Battista und Rocco sowie die alte und eindrucksvolle Kirche San Giovanni in der Nähe des Friedhofs.
Webseite: https://www.comune.germignaga.va.it/it-it/home
Facebook: https://www.facebook.com/Germignaga


GRANTOLA
Grantola liegt im südlichsten Teil des Valtravaglia, am Ende des Valcuvia. Der Bach Grantorella, an dessen Ufern der älteste Teil der Stadt entstand, fließt durch die Stadt und mündet schließlich in den Bach Margorabbia.
Bis 1927 war sie eine autonome Gemeinde, bis sie im Zuge der von der faschistischen Regierung gewünschten Generalrevision der Gemeindebezirke mit denen von Montegrino und Bosco Valtravaglia vereinigt wurde. Im Jahr 1957 erlangte sie ihre Autonomie zurück.
Das Gebiet hat etwa 1228 Einwohner, die Grantolesi genannt werden, aber im Rahmen dieser alten Tradition der Verhöhnung unter den Dörfern im Tal den Spitznamen "Maran" tragen.
Der Name Grantola, der im 13. Jahrhundert als Grantora bezeugt wurde, hat seinen Ursprung in der Zusammensetzung der spätindoeuropäischen Begriffe*gewähren(Land) und*olâ(in eine Richtung drücken), umgewandelt in*grantolâin der keltischen Zeit daher mit "Falte des Bodens" übersetzbar.
Die Kirche San Pietro aus dem 11. Jahrhundert beherbergt Fresken von beträchtlichem Wert, unter denen das im 16. Jahrhundert im byzantinischen Stil geschaffene Altarbild mit der Darstellung der Madonna del Buon Consiglio hervorsticht.
Die Kirche San Carlo hingegen wurde im 17. Jahrhundert im Auftrag von Kardinal Borromeo nach einem Entwurf von Richini erbaut und 1965 profaniert. Der Innenraum ist frei von Möbeln und Ornamenten; diese wurden in die neue Pfarrkirche St. Peter und Paul überführt. Heute beherbergt die von der Gemeinde erworbene Kirche kulturelle Veranstaltungen und Aktivitäten.
Der im 17. Jahrhundert erbaute und später renovierte Palazzo De Nicola zeigt an seiner Außenfassade Freimaurersymbole und eine Abbildung der Stephenson-Lokomotive – ein Zeugnis von Gaspare De Nicolas Eisenbahnaktivitäten in Italien und Portugal im 19. Jahrhundert. Möglicherweise wurde der Palast auf den Ruinen eines Vorgängerbaus errichtet, der im 16. Jahrhundert von den Landsknechten zerstört wurde. Im ehemaligen Palast Park, der durch eine Fußgängerbrücke mit dem Gebäude verbunden ist, sind die "Mauern" deutlich sichtbar – eine neugotische Kulisse, die zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert am Ufer des Flusses Grantorella errichtet wurde.
Schließlich befindet sich oberhalb des Platzes, auf dem sich das alte städtische Waschhaus befindet, das alte Fresko der "Madonna delle Nevi" vom 17. November 1618.
Für Trekking-Fans bietet Grantola Rad- und Wanderwege, die sich ideal für Ausflüge aller Art eignen und es ermöglichen, versteckte Winkel (wie den Calderone-Wasserfall) oder bekanntere (wie den Fermona-Wasserfall) zu erkunden und zu entdecken.
Für Mannschaftssportbegeisterte steht das städtische Sportzentrum allen offen. Es wurde 2006 eröffnet und ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der Pfarrei. Es wird derzeit vom örtlichen Verein Pro Loco betrieben.
Zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt gehörte Maestro Quirino Besati (1884–1975): Als Kapellmeister und Komponist von Blasmusik war er in der Stadt sehr aktiv und fungierte auch als Stadtrat. Er komponierte den brillanten Marsch "Grantola", der im Laufe der Jahre zu einer Art Stadthymne wurde.
Maestro Giacomo Pierino Gandini, 1912 in Grantola geboren, war der erste Klarinettist des Orchesters des städtischen Casinos von Sanremo, des Teatro dell'Opera und des RAI-Sinfonieorchesters von Rom.
Rechtsanwalt Alberto Dall'Ora, einer der führenden Strafverteidiger Italiens, der unter anderem, Vincenzo Muccioli und Enzo Tortora verteidigt hat, kaufte und renovierte ein altes Gebäude im Zentrum von Grantola, das zu seiner Sommerresidenz wurde, und baute ein geselliges Verhältnis zu den Einheimischen auf.
Und schließlich der Singer-Songwriter Biagio Antonacci, der als Junge seine Sommerferien mit seiner Familie in Grantola verbrachte.
WEBSEITE: https://www.comune.grantola.va.it/


LAVENO MOMBELLO
Laveno Mombello ist eine Stadt mit vielen Orten von kulturellem, historischem, künstlerischem und ökologischem Interesse, die sie zu einem unverzichtbaren Touristenziel machen.
Sein Golf ist ein kostbares Juwel mit Blick auf die Borromäischen Inseln, ausgestattet mit verschiedenen Anlegestellen für Boote und geschützt von Bergen wie dem Sasso del Ferro, der nicht nur für Touristen, sondern auch für Sportbegeisterte wie Drachenflieger und Gleitschirmflieger einen der schönsten Aussichtspunkte bietet.
Der in drei Dörfer – Laveno, Mombello und Cerro – unterteilte Touristenort war seit der Römerzeit ein strategischer Punkt vieler Übergänge. Der Name der Stadt geht auf den Feldherrn Titus Labienus zurück. Jahrtausende später war sie Schauplatz einiger Ereignisse, die mit Garibaldi in Verbindung stehen, der hier 1859 gegen die Österreicher kämpfte.
Jedes Dorf hat seine eigenen, einzigartigen Merkmale: Laveno, das Zentrum der antiken Keramikproduktion, erstreckt sich entlang der gesamten Küste und erreicht den Weiler Cerro mit seinen malerischen Landschaften und Stränden, dagegen der Weiler Mombello von seinen Hügeln aus die gesamte Landschaft dominiert.
Laveno Mombello ist international für seine bedeutende Keramik- und Porzellanproduktion bekannt, deren Geschichte sich dank des MIDeC – Internationales Museum für Keramikdesign und der verschiedenen noch heute sichtbaren Zeugnisse, die sich durch das weltberühmte "Laveno-Blau"-Dekor auszeichnen, nachvollziehen lässt.
Heute ist die Gegend ein einladendes Touristenziel und bietet allen, Einheimischen und Touristen, zahlreiche Möglichkeiten, kulturelle Aktivitäten und Outdoor-Aktivitäten in einer einzigartigen und eindrucksvollen Umgebung zu genießen, in der Tradition und Natur miteinander verschmelzen.
WEBSEITE: https://www.comune.laveno.va.it/it
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LUINO
Luino, oberhalb des Lago Maggiore gelegen, ist mit rund 14.000 Einwohnern die größte Stadt im oberen Verbano-Gebiet. Umgeben von grünen Hügeln und bezaubernden Ausblicken blickt sie auf eine lange und faszinierende Geschichte zurück.
Ihre Ursprünge gehen auf die Römerzeit zurück und sein Name erscheint erstmals in einem Dokument aus dem Jahr 1169. Aufgrund ihrer strategischen Lage zwischen Italien und der Schweiz war sie jedoch schon lange ein wichtiger Transit- und Handelspunkt.
Im Mittelalter und in der Renaissance wurde Luino von verschiedenen Adelsfamilien und regionalen Mächten umkämpft und ging von den Visconti über die Sforza bis zur spanischen Herrschaft. Im 19. Jahrhundert war sie auch ein wichtiges Zentrum der Italienischen Risorgimento, mit Giuseppe Garibaldi .Er kämpfte hier 1848 während der Fünf Tage von Mailand und hinterließ damit einen unauslöschlichen Eindruck im Gedächtnis der Stadt. Eine Statue, die nur wenige Schritte vom See entfernt steht und zu seinen Lebzeiten errichtet wurde, ist ihm gewidmet.
Im 20. Jahrhundert erlebte Luino dank der Textilindustrie und des Tourismus ein florierendes Wachstum. Heute ist sie eine lebendige und einladende Stadt und ein idealer Ausgangspunkt, um die Landschaften des Valcuvia, des Lago Maggiore und der Schweizer Täler zu entdecken. Das historische Zentrum erzählt mit seinen engen Gassen, Arkaden und einem lebhaften jahrhundertealten Wochenmarkt, der 1541 von Karl V. gegründet wurde und noch heute jeden Mittwoch Besucher und Touristen aus ganz Europa anzieht, alte Geschichten.
Luino ist auch die Geburtsstadt berühmter Künstler und bewahrt einen "Genius Loci", zu dessen bedeutendsten Vertretern der Schriftsteller Piero Chiara und der Dichter Vittorio Sereni zählen. Zu den in der Stadt geborenen Künstlern zählen auch die Komiker Massimo Boldi und Francesco Salvi.
Natur und Kultur – Luino ist der ideale Ort für alle, die Entspannung in authentischer, malerischer Atmosphäre suchen. Ein Ort voller Schönheit, der zu jeder Jahreszeit darauf wartet, entdeckt zu werden.
WEBSEITE: https://www.comune.luino.va.it/
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MACCAGNO CON PINO E VEDDASCA
Maccagno con Pino e Veddasca ist eine charmante Gemeinde in der Region Alto Verbano, die 2014 aus der Vereinigung dreier historischer Gemeinden entstand: Maccagno, Pino sulla Sponda del Lago Maggiore und Veddasca.
Das Gebiet umfasst zahlreiche Weiler und Bergdörfer, darunter Armio, Cadero, Garabiolo, Graglio, Lozzo und Musignano, die in die Natur eingebettet sind und reich an Panoramablicken, authentischer Atmosphäre und historischen Zeugnissen sind.
Maccagno blickt insbesondere auf eine einzigartige Geschichte zurück: Im Jahr 962, nachdem sie Kaiser Otto I. beherbergt hatte, erhielt sie den Titel "curtis imperialis" und genoss jahrhundertelang administrative Autonomie. Dieser einzigartige Status führte zur Entstehung zweier eigenständiger Zentren, Maccagno Inferiore und Maccagno Superiore, die durch den Bach Giona getrennt waren und bis ins 20. Jahrhundert getrennt blieben. Maccagno beherbergte im 17. Jahrhundert auch eine kaiserliche Münzstätte, die heute im Kaiserturm zu sehen ist.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Stadtmuseum Parisi-Valle mit Blick auf die Mündung des Flusses Giona, das der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist, und die Kirche San Materno.
Das Dorf Cadero beherbergt ein originelles Mikromuseum, das Geschichten und Legenden rund um die Mona Lisa erzählt, während die Straßen der Stadt mit farbenfrohen Mosaiken geschmückt sind, die von Kunststudenten geschaffen wurden.
Für Outdoor-Fans sind der Delio-See auf 930 Metern Höhe mit spektakulärer Aussicht auf die umliegenden Seen und Berge sowie der Forcora-Pass ein absolutes Muss. Von hier aus können Sie zu verschiedenen Wanderungen in die umliegenden Berge aufbrechen, die Aussicht genießen und im Winter bei Schnee sogar Ski fahren.
Mit Blick auf die Küste des Lago Maggiore ist auch die Cinzanino-Klippe, ein Bezugspunkt für das Sportklettern.
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MASCIAGO PRIMO
Masciago Primo, ein kleines Bergdorf mit antiken Ursprüngen, liegt in Valcuvia. Die Stadt, die im Volksmund "Masciàgh" genannt wird, hat weniger als 300 Einwohner und bewahrt dank ihres perfekt erhaltenen historischen Zentrums mit Kopfsteinpflasterstraßen und Steinhäusern, die von jahrhundertealter Geschichte erzählen, ihren authentischen Charme. Der Name selbst, keltischen Ursprungs, bedeutet "ländliches Dorf mit vielen Kieselsteinen".
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die Römerzeit zurück und erstreckten sich über das Mittelalter als Teil des Lehens Valcuvia. Eine seltene historische Erwähnung stammt aus dem Jahr 1176, als ein gewisser Montenario de Masciago als Richter im Dienste Kaiser Friedrich Barbarossas erwähnt wird.
Eine der Juwelen des Dorfes ist die Kirche Sant'Agnese, eine der ältesten Kirchen der Region.Sie befindet sich im südlichen Teil der Stadt. Erbaut im Mittelalter, wurde sie 1795 restauriert und im 19. Jahrhundert mehrfach erweitert. Im Inneren sind ein wertvolles Gemälde am Hochaltar, eine Orgel von 1888 und Fresken von Luigi Morgari bemerkenswert. Die Kirche, heute ein lateinisches Kreuz mit drei Schiffen im lombardischen Stil, wurde 1941 nach einer umfassenden Restaurierung im letzten Jahrhundert geweiht. Daneben befanden sich einst die Überreste einer Festung.Bei einem Spaziergang durch die Altstadt können Sie auch ein Wandfresko aus dem 19. Jahrhundert bewundern, das dem Heiligen Abt Antonius gewidmet ist.
Masciago Primo zeichnet sich auch durch seine unberührte Natur aus. Das größtenteils bewaldete Gemeindegebiet bietet eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten wie Travertinformationen, Wasserfälle, natürliche Schluchten und den Findling namens"Sass della Rossera". Es gibt Spuren ihrer Militärgeschichte, mit Überresten der Cadorna-Linie, Zeugnisse aus der Kriegszeit.
WEBSEITE: https://www.comune.masciagoprimo.va.it/


MESENZANA
Das Dorf Mesenzana liegt im grünen Margorabbiatal, nur wenige Kilometer von Luino entfernt, und verfügt über ein reiches historisches und natürliches Erbe. Das Wahrzeichen der Stadt ist der mittelalterliche Turm, ein alter Überrest der Burg, die einst zu der Adelsfamilie Da Mesenzana gehörte, die das Gebiet seit dem 13. Jahrhundert im Auftrag der Herren von Mailand verwaltete.
Im historischen Zentrum und seiner Umgebung tauchen Spuren einer reichen Vergangenheit wieder auf: von den Statuten von Valtravaglia aus dem Jahr 1283, in denen die Instandhaltung der Burg erwähnt wird, bis zu den Pastoralbesuchen von Kardinal Federico Borromeo, und vom Ingenieur Agostino Ramelli, der genau hier geboren wurde und für seine Erfindungen berühmt ist, die in einem 1588 gedruckten Werk beschrieben werden.
Mesenzana war auch ein Ort alter Bergbau- und Schmelzaktivitäten: In den vergangenen Jahrhunderten waren die Städte Cavoi und Cavoiasca von Köhlern bewohnt, und in der gesamten Gegend wurde Eisen abgebaut und verarbeitet, das durch das Vorhandensein üppiger Wälder und natürlicher Ressourcen erleichtert wurde.
Für Trekking-Fans ist der Wanderweg "Alpini dell'Intra" ein absolutes Muss. Er beginnt im Stadtzentrum und führt zum charmanten verlassenen Dorf Cavoiasca. Eingebettet in die Wälder bewahrt er eindrucksvolle Steinreste: Bögen, Zisternen und landwirtschaftliche Terrassen, die von einer tausendjährigen Geschichte erzählen. Von hier aus führt der Weg weiter zum Fort von Vallalta, einem faszinierenden Aussichtspunkt, durch die Schützengräben und Stellungen der Cadorna-Linie.
Ebenfalls nicht zu versäumen ist ein Besuch der Pfarrkirche La Purificazione di Santa Maria (1740), die eine wertvolle Orgel aus dem 19. Jahrhundert und ein des Malers von Lugano Antonio Rusconi zugeschriebenes Gemälde beherbergt.
Webseite: https://www.comune.mesenzana.va.it/


MONTEGRINO VALTRAVAGLIA
Die Stadt Montegrino Valtravaglia erstreckt sich vom Fluss Margorabbia bis zu den Hängen des Monte Sette Termini und besteht aus neun Dörfern (Cucco, Riviera, Sorti, Bosco Valtravaglia, Castendallo, Sciorbagno, Montegrino, Ostino und Sciorbagno) sowie zahlreichen anderen Ortschaften, die über das große Gebiet verstreut sind, aus dem sie besteht.
Ihre Geschichte ist nicht einfach – sie ist reich an Konflikten zwischen den aufgelösten Gemeinden Montegrino und Bosco Valtravaglia (die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Fusionen und Auflösungen erlebten) – . Sie ist reich an historischen und künstlerischen Elementen aus der Vergangenheit, angefangen beim Masso Altare in der Nähe der Bolle von Montegrino über die Fresken von Guglielmo da Montegrino in der kleinen Kirche San Martino bis zu den zahlreichen Kirchen, die über das gesamte Gebiet verstreut sind, insbesondere dem kleinen Museum für sakrale Kunst in der Kirche Dell'Annunciazione in Bosco Valtravaglia und der berühmten Weihnachtskrippe aus Wurzeln von Fermo Formentini.
In Montegrino finden sich Spuren alter, sesshafter prähistorischer Bevölkerungen, die in Form von Felszeichnungen, Spuren ihrer Anwesenheit hinterlassen haben. Auch die Anwesenheit der Römer in Bosco Valtravaglia ist belegt, wie die Entdeckung von Münzen und verschiedenen Gegenständen bei Ausgrabungen belegt. So wurden zu Beginn des letzten Jahrhunderts in der Nähe der Stadt römische Gräber sowie eine byzantinische Münze von Kaiser Anastasius I. (5. Jahrhundert n. Chr.) entdeckt.
Das gesamte Gebiet ist gesegnet mit üppigen Wäldern, Naturlandschaften wie dem Lago Montegrino, dem Gipfel des Monte Sette Termini, Wiesen und Weiden sowie zahlreichen Wanderwegen, die Touristen zu den schönsten und landschaftlich reizvollsten Dörfern und Gegenden führen, mit Ausblicken auf den Lago Maggiore und das Valcuvia-Tal.
Auf dem Territorium und eingebettet in die Wälder befinden sich die berühmten militärischen Befestigungen der Nordgrenze, besser bekannt als Schützengräben der Cadorna-Linie, die während des Ersten Weltkriegs errichtet wurden, um das Gebiet gegen einen möglichen Angriff Deutschlands über die Schweiz zu verteidigen.
Zu den berühmtesten Einwohnern von Montegrino Valtravaglia zählt zweifellos der Maler Giovanni Carnovali, genannt "Il Piccio", der 1804 in Montegrino geboren wurde. Er war einer der wenigen italienischen Maler der Romantik, der seine Gefühle mit authentischer Spontaneität auf die Leinwand brachte, ohne sich in der Nachahmung zeitgenössischer malerischer Strömungen zu verlieren, und er kann vielleicht als der erste der Scapigliati angesehen werden.
Guglielmo da Montegrino hingegen war ein Maler, der zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert in den Tälern tätig war. Seine Werke, insbesondere seine Gesichtsdarstellungen, weisen eine deutlich erkennbare expressionistische, oft an Groteske grenzende Ader auf. Sein Stil zeichnet sich zudem durch eine Farbpalette aus, die kräftige, kontrastreiche Farben bevorzugt. Die Sprache seiner Bilder ist stets stark und grafisch und betont eindringlich Details von Körpern und Gesichtern. Kurz gesagt: Guglielmo da Montegrinos Kunst verbindet Elemente der Tradition mit nordisch-expressionistischen Einflüssen, und er scheut sich auch nicht vor volkstümlichen Akzenten.
Massimo Antime Parietti wurde 1914 in Bosco Valtravaglia geboren. Er war ein renommierter Künstler, der nie aufhörte zu experimentieren, zu testen und zu üben und sich ständig zu erneuern. In seinem Werk lassen sich verschiedene Perioden erkennen: Man erkennt die Entwicklung einer künstlerischen Sprache, die sich in immer neuen Formen auszudrücken suchte, mit Werken impressionistischer, realistischer und chiaroscuro-artiger Einflüsse.
Neben Künstlern aus der Region ist auch der in Bosco Valtravaglia geborene Historiker Marco Formentini, ein leidenschaftlicher Gelehrter der Geschichte und der Wirtschaftswissenschaften, der zahlreiche, zum Teil unveröffentlichte Werke hinterließ. Er widmete sich auch der Geschichte seiner Heimatstadt und veröffentlichte statistische, historische und biografische Notizen über die Gemeinde Bosco und ihre Einwohner (Mailand 1856). Eine Straße in Mailand zwischen Via Brera und Via Mercato ist nach ihm benannt.
Eine weitere berühmte Persönlichkeit war Dante Ughetti, geboren 1925 in Montegrino Valtravaglia. Er schloss sein Studium der französischen Sprache und Literatur an der Bocconi-Universität ab und war Assistenzprofessor an der Universität Padua, Zweigstelle Verona. Neben seiner Lehrtätigkeit widmete er sich seinen Studien und der wissenschaftlichen Forschung. Er wurde an das Orientalische Universitätsinstitut von Neapel berufen, wo er seine wissenschaftliche Aufmerksamkeit François D'Amboise, Jean de La Taille und Claude Henri de Saint-Simone widmete und schließlich Professor auf Lebenszeit an der Universität Neapel wurde, wo er bis zum 31. Oktober 1977 blieb. Er kehrte an die Universität Padua zurück, wo er bis zu seinem Tod blieb,er hatte jedoch ein ausgeprägtes Talent für Poesie.
Die Gemeinde Montegrino Valtravaglia hat trotz ihrer Kleinheit das Glück, nur einen Steinwurf von Varese und dem herrlichen Lago Maggiore entfernt, über einen bemerkenswerten natürlichen, historischen und kulturellen Reichtum zu verfügen.


ORINO
Orino ist ein kleines Dorf mit etwa 850 Einwohnern, eingebettet an den nordwestlichen Hängen des Campo dei Fiori-Massivs auf 456 m über dem Meeresspiegel. Hier vergeht die Zeit langsam, zwischen Natur, Geschichte und Tradition, und bietet ein ideales Umfeld für langsamen Tourismus: Ausflüge, Spaziergänge und Entspannung im Grünen.
Das Herz der Stadt ist die Piazza XI Febbraio, wo sich das Rathaus, die Kirche Beata Vergine Immacolata (mit einer sehr wertvollen Mascioni-Orgel) und der Orino Family Club befinden.Bewundernswert ist auch die Rocca, die imposante Festung vorrömischen Ursprungs (3.-4. Jahrhundert v. Chr.), einst ein strategischer Kontrollpunkt auf den Straßen zur Poebene und zum Lago Maggiore. Von der Rocca genießt man einen spektakulären Blick über das gesamte Valcuvia.
Die Fonte Gesiola ist stattdessen eine antike Quelle, seit 1656 dokumentiert und 1949 restauriert. Noch heute wird sie häufig besucht, um das frische Wasser der Quelle zu trinken und um in ihrem "Crotto" zu speisen, das man über einen ruhigen Spaziergang vom Zentrum aus durch den Wald erreichen kann.
Ein weiteres Symbol der Stadt Orino ist zweifellos die monumentale Linde, die steht in der Nähe der kleinen Kirche San Lorenzo (14. Jahrhundert): ein über 170 Jahre alter monumentaler Baum, an dem die Stadt aufgrund seiner Erhabenheit und seines historisch-naturalistischen Wertes sehr hängt.In der Nähe gibt es einen Spielplatz und ein Sportzentrum. Hier können Sie essen und Fußball, Tennis, Basketball und Bowls spielen, umgeben von einer grünen Umgebung von seltener Schönheit.
Natur- und Trekkingliebhaber können den Weg Nr. 2 (302) in Richtung Pian delle Noci und Forte di Orino genießen, der vom Zentrum der Stadt: 3 km lang und mit einem Höhenunterschied von etwa 700 Metern durch dichte Kastanien-, Walnuss- und Buchenwälder nach Pian delle Noci und dann nach Forte di Orino (1139 m) mit beeindruckendem Panoramablick auf den Lago di Varese, den Lago Maggiore und das Rosa-Massiv fuhrt.
Darüber hinaus zweigen von der Stadt zahlreiche weitere Wege in die Nachbarorte (Castello Cabiaglio, Cuvio, Caldana di Cocquio Trevisago) und zum Campo dei Fiori-Massiv ab, die sich auch ideal für Mountainbikes eignen.
Im Bereich des "Campo sportivo" in der Region Fugiana befindet sich auch der Biodiversitätspark, der vom Verein Matrioska verwaltet wird, der sich um den Lehrgarten mit dem Poppina-Apfel kümmert – einer alten, einheimischen Apfelsorte, die vor kurzem wiederentdeckt und kultiviert wurde –Er kummert sich auch um einen alten und wertvollen Kastanienwald, der, wie das gesamte Waldgebiet, das die Stadt umgibt, einst eine wichtige Ressource für die lokale Bevölkerung war, deren Wirtschaft auch auf dem Sammeln und Verarbeiten von Kastanien basierte.
Website: https://comune.orino.va.it/hh/index.php
Weitere Informationen, Dokumente und Zeugenaussagen finden Sie auf der Website: https://www.orinosmartvillage.it/
Facebook: https://www.facebook.com/comune.orino
Instagram: https://www.instagram.com/comune.orino/


PORTO VALTRAVAGLIA
Porto Valtravaglia ist ein charmantes Dorf am lombardischen Ufer des Lago Maggiore, umgeben von Wasser und Bergen, das ein reiches historisches, künstlerisches und naturalistisches Erbe bewahrt.
Bereits im 18. Jahrhundert ein Ferienort, hat es sich im Laufe der Zeit um zwei Hauptzentren herum entwickelt: die Hauptstadt Porto am See und das Talplateau.
Porto Valtravaglia ist seit der Eisenzeit bewohnt und hat Jahrhunderte der Geschichte miterlebt, die die Römerzeit, das Mittelalter und die Neuzeit umfasst. Bedeutende Adelsfamilien wie die Sessas und die Ruscas haben Spuren ihrer Anwesenheit hinterlassen. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das Dorf entlang der heutigen Via Roma mit eleganten Herrenhäusern bereichert. Die florierende Glasindustrie, die im 18. Jahrhundert entstand, war lange Zeit der Motor der lokalen Wirtschaft; selbst Melchiorre Gioia lobte die Produktion.
Heute zeichnet sich die Stadt durch ihre malerische Seepromenade, malerische Weiler wie Ligurno und Torre – dominiert von einem mittelalterlichen Turm – sowie zahlreiche religiöse Gebäude von großem künstlerischen Wert aus. Der Weiler Domo bewahrt die ältesten Überreste, darunter das Baptisterium San Giovanni Battista (vor dem 11. Jahrhundert) und die romanische Kirche San Giorgio.
Porto Valtravaglia ist dank seines waldreichen Hinterlandes und seiner malerischen Wanderwege auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur. Zu den beliebtesten Ausflugszielen zählt die Alpe San Michele (822 m), ein Steinbergdorf, das heute ein Sommerziel ist und einen spektakulären Blick auf den Lago Maggiore bietet.
Webseite: https://comune.portovaltravaglia.va.it/


RANCIO VALCUVIA
Rancio Valcuvia ist eine Stadt mit etwa 900 Einwohnern und besteht aus zwei bewohnten Zentren: dem Hauptort Rancio am Fuße des Sass Marée und dem des Ortsteils von Cantervria auf der anderen Talseite am Fusse des Berges San Martino.Der Bach Rancina fliesst durch die Altstadt und fünf Brücken verbinden die beiden gegenüberliegenden Seiten.
Das Gebiet weist eine sehr unregelmäßige Form und erhebliche Höhenunterschiede von Ort zu Ort auf: Es reicht von 280 m über dem Meeresspiegel in der Ortschaft Casone bis zu etwa 500 m an der Grenze zu Brinzio und Bedero.
Einigen Wissenschaftlern zufolge geht der Name Rancio auf das Wort "ransc" (ranzig) zurück, das sich auf die Feuchtigkeit des Bodens bezieht. Urkundliche Hinweise auf Rancio Valcuvia finden sich um das Jahr 1000 in notariellen Urkunden und kirchlichen Dokumenten, es gibt jedoch keine direkten Informationen über den Ursprung, das Leben oder die Form der Siedlung.
Der Weiler Cantevria ist ein kleines Dorf, das schon immer in Verbindung mit Rancio sein wollte, wie Giovanni Stefano Cotta in seinem Gedicht über Valcuvia singt. Sein Name bedeutet laut einer unveröffentlichten Studie des verstorbenen Don Mario Frecchiami ein Haus oder eine Gruppe von Häusern in der Nähe des Wassers und ist ein klarer Bezug zum Sumpf, der bis vor einigen Jahrhunderten den Talboden bedeckte.
Im Mittelalter wurde Rancio dem Komitee von Seprio unterstellt, sie ging dann an den Bischof von Como über und wurde schließlich ab 1196 den Mailändern unterworfen. Im Jahr 1450 ging sie in den Besitz der Familie Cotta über und wurde dreihundert Jahre später Eigentum der Visconti Borromeo und der Familie Litta.
Im Jahr 1592 gab es in Rancio vier Kirchen: die Pfarrkirche SS. Fabiano e Sebastiano, das Oratorium San Pietro in Cantevria, die Kapelle San Materno und die Kirche Rossignolo. Von diesen sind bis heute nur die ersten beiden erhalten geblieben, obwohl sie seitdem radikale Veränderungen erfahren haben.
Das historische Zentrum ist durch einige Gebäude geprägt, die aufgrund ihrer kunstvollen Portale, regelmäßigen Innenhöfe, Säulengänge und kleinen Innengärten als "edel" bezeichnet werden können. Erwähnenswert sind der Palazzo Sacchetti und das Haus Della Porta-Velati.
Einige Historiker weisen auf die Existenz eines Klosters im 14. Jahrhundert hin, das vom Orden der Humiliaten verwaltet wurde. Das Gebäude, das heute als Wohngebäude genutzt wird, weist neben einigen Spitzbogenfenstern auch wunderschöne monolithische Säulen und Fresken auf, die Adelswappen von Familien aus der Region Varese darstellen.
Auch an den Fassaden der Gebäude in beiden historischen Zentren finden sich zahlreiche Votivfresken, die zwar nicht immer von hoher malerischer Qualität sind, sondern von einer Volkskultur zeugen, die eng mit der Kirche und dem Heiligenkult verbunden war. Bemerkenswert ist das der Madonna del Latte gewidmete Fresko in der Via San Pietro in Cantevria, das wahrscheinlich zu Beginn des 15. Jahrhunderts von Thomas de Creppa gemalt wurde. Es zeigt die thronende Madonna, wie sie das Kind stillt, mit den Heiligen Antonius und Christophorus an ihrer Seite.
Der Keller des Rathauses von Rancio Valcuvia ist ein Ort der Erinnerung, der erinnert an die Ereignisse in der Stadt im November 1943:Wie die Nachbargemeinden war die Stadt tatsächlich in die Schlacht von San Martino verwickelt, eine der ersten Schlachten des italienischen Widerstands.
Eine der berühmtesten Persönlichkeiten des Dorfes ist Leopoldo Maggi, der 1840 hier geboren wurde und 1905 in Pavia starb: ein bedeutender Wissenschaftler, der sich seiner Heimat Valcuvia widmete und zahlreiche naturalistische, ökologische und archäologische Aspekte wiederentdeckte und analysierte. Die ehemalige Berggemeinde Valcuvia widmete ihm im November 2002 eine Konferenz. Zu diesem Anlass wurde eine Gedenktafel an der Fassade der Stadtbibliothek angebracht.
Die Bibliothek ist nach Giancarlo Peregalli benannt, der 1949 in Rancio geboren wurde und 2002 starb. Seine Arbeit als Archivar und Historiker ist vielen bekannt. Gründer der Zeitschrift "Terra e Gente", leidenschaftlicher Anhänger mittelalterlicher Übersetzungen von Kodizes und Pergamenten, Autor zahlreicher Publikationen und Bücher sowie Dozent für verschiedene Fortbildungen: Peregalli war und ist ein Bezugspunkt für alle, die Forschung betreiben möchten.
WEBSEITE: https://www.comune.ranciovalcuvia.va.it


TRONZANO LAGO MAGGIORE
Die Gemeinde Tronzano Lago Maggiore liegt auf einem Hügel oberhalb des Verbano, etwa 350 m über dem Meeresspiegel, unterhalb der Hänge des Monte Borgna, auf einer ausgedehnten Fläche von etwa 11 Quadratkilometern mit einem Höhenunterschied von etwa 1000 m (von 193 m über dem Meeresspiegel am See bis 1.160 m am Monte Borgna).
Archäologische Funde und Spuren menschlicher Aktivität zeugen von seiner antiken Geschichte. Die ersten Siedlungen dürften keltischen Ursprungs sein und befanden sich in einem Gebiet "sulla via delle genti", der entlang der Gletscherterrassen am See entlang führte und die Alpen- und Voralpenregion verband.
Das Zentrum von Tronzano hat ebenso wie der Weiler Bassano sein ursprüngliches Aussehen bewahrt: eine einfache Struktur, die sich um eine einzige Straßenachse gruppiert und von engen Gassen unterbrochen wird.
Das Seeufergebiet wird durch die kleinen Orte Ronco Scigolino, Poggio und Canovi geprägt, der bergige Teil durch die Ortschaft Monti di Bassano.
In Tronzano waren alle Gassen mit den alten Schieferplatten gepflastert, die einst die Dächer der Häuser bedeckten, bevor sie in den 1950er Jahren durch Ziegel ersetzt wurden. An den niedrigen Mauern, die die Gemüsegärten säumen, sind noch heute die "tavole a mulino" für Spiele im Freien zu sehen; weitere Zeugnisse dieser Zeit sind die Gerstenhaufen, quadratische oder abgerundete Steinblöcke, die zum Entschalen der Gerste verwendet wurden, einer im Gambarogno und Locarno weit verbreiteten Kulturpflanze.
Zahlreiche Sonnenuhren, deren Inschriften teilweise gelöscht sind, und die Überreste alter Mühlen entlang der großen Flüsse (Valegion und Molinera) sowie Kanalisationsanlagen sind sichtbar. Gerste, Roggen und Mais waren die am weitesten verbreiteten Getreidesorten.
WEBSEITE: https://www.comune.tronzanolagomaggiore.va.it/



